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Veranstaltungen

Footprint – dein eigenes ökologisches Todesurteil?
Wie viele Erden braucht ein Mensch zum Leben?
HS Puch – Klingt zwar komisch – ist aber so. Hört man die Antwort darauf, kann man nicht einmal mehr schmunzeln, es stimmt einen sogar richtig traurig und mancher durchforstet vielleicht sogar seine eigene Lebensweise. Gemeint ist hier die sogenannte Umweltbuchhaltung, der „Ökologische Fußabdruck“, den jeder hinterlässt, wenn man auf der Erde lebt. Im „Footprint“ wird festgestellt, wie viel Natur wir auf dem blauen Planeten überhaupt haben, wie viel wir davon nutzen und wer was von uns davon verbraucht. In diese Buchhaltung wird auch aufgenommen, wie groß die Waldflächen sein müssten, um das von uns produzierte Kohlenmonoxid zu binden. Jedem auf der Erde stünden somit knapp 2 ha zu. Klar ist, dass nicht alle Menschen auf der Erde die gleiche Lebensweise haben, somit auch nicht den gleichen Fußabdruck hinterlassen. Erschreckend ist bloß, dass trotz allem seit 20 Jahren Mutter Erde zu klein für uns geworden ist. Lebte die gesamte Erdbevölkerung so wie wir, dann müsste sich unser Planet klonen, bzw. teilen können, denn 2 ½ von seiner Sorte benötigten Wohin wird sich der Mensch noch entwickeln? wir jetzt schon. Der Lebensstil der zivilisierten Welt ist erschreckend, niemand möchte auf irgendeine persönliche Errungenschaft, auf Bequemlichkeit, mobil zu sein, alles rasch verfügbar zu haben, noch verzichten. Es geht uns gut, zu gut und diejenigen, die unseren Lebensstandard noch nicht erreicht haben, sind auf dem Weg, in Windeseile – ohne auf die Folgen für Natur, Umwelt und Ressourcen – auch hierhin zu kommen. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, und die Zivilisation den Juwel Erde, den Schatz im Weltraum über kurz oder lang ausgeraubt und vernichtet haben wird, ist wohl klar. Leider bleiben bei diesem Beutezug viele Unschuldige auf der Strecke, die mit ihrem Konsum und ihren Bedürfnissen immer im bzw. unter dem Rahmen des Angemessenen geblieben sind. Mit dieser Problematik setzten sich die SchülerInnen der 2. und 3. Klasse der Hauptschule Puch mit Fachleuten des UBZ – Umweltbildungszentrum – auseinander. Spielerisch und durchwachsen mit vielen praktischen Tipps brachten die beiden Damen dem jungen Publikum das Thema nahe und regte es zum Nachdenken an. Die SchülerInnen gingen in sich und überdachten ihr eigenes Konsumverhalten, das Wohnen und die Art der Verkehrsmittel, die sie benutzen. Schlussendlich errechnete jede(r) seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck, den so manchen ins Grübeln brachte. In der Hoffnung, etwas bewirkt zu haben, seine eigenen Ernährungsverhalten, Konsumverhalten und die Mobilität aktiv zu überdenken und ökologisch zu verändern, war diese Projektarbeit angelegt. Das Leben des Individuums soll sich nicht verschlechtern, doch man möge bedenken, Nahrungsmittel aus der Region sind erstens frischer und zweitens gesünder. Wenn man dann noch dazu zu Fuß oder mit dem Rad zum Bauern oder zum Kaufmann um die Ecke unterwegs ist, fördert das zusätzlich seine Gesundheit. Was der Natur gut tut, tut uns selber gut.


Leben wir auf zu großem Fuß?

Wovon dieser ökologische Fußabdruck abhängt, wie man ihn berechnet und welchen Zusammenhang er mit unserem Leben hat, versuchten zwei Kolleginnen vom UBZ (Umweltbildungszentrum) den SchülerInnen näher zu bringen. Durch einfache Spiele und durch wertvolle Tipps regten die beiden Damen die SchülerInnen zum Nachdenken an. Dabei wurden das eigene Konsumverhalten, das Wohnen, die Ernährung und die Mobilität genauer unter die Lupe genommen. Über Fragen zu diesen vier Bereichen konnte jeder einzelne seinen eigenen Fußabdruck berechnen. Auch Sie können Ihre eigenen ökologischen Fußabdurck auf der Internetseite www.footprintrechner. at berechnen! Dieser ökologische Fußabdruck ist ein Maß für einen zukunftsfähigen, umweltschonenden und nachhaltigen Lebensstil. Seit 20 Jahren wird dieses Maß jedoch überschritten. Die Problematik auf diesem Gebiet konne von den SchülerInnen gut erkannt werden. Auch was jeder einzelne tun könnte, wurde gezielt angesprochen. Beispiele, wie z.B. den Fleischkonsum etwas zu verringern, beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkte zu achten, die Elektrogeräte nicht ständig auf „standby“ eingeschaltet zu lassen, öfters zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein, sich beim Einkauf nicht so sehr von Werbung beeinflussen zu lassen und zu überlegen, ob das Produkt wirklich notwendig ist – dies alles sind Möglichkeiten, mit unseren Resourcen sparsamer umzugehen. Mit diesem Workshop sollte die Vernetzung der einzelnen Unterrichtsfächer untereinander sowie der Zusammenhang vom eigenen Leben zur Arbeit in der Schule bewusst gemacht werden. Außerdem wird diesem sehr komplexen Thema auch weiterhin ein großer Stellenwert in unserer Schule beigemessen werden.


 
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