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Landessieg "Blick in die Zukunft" PDF Drucken

Hauptschule Puch bei Weiz gewinnt Holzbau-Wettbewerb "Blick in die Zukunft" der Holzbau-Innung

Die Hauptschule Puch bei Weiz gewinnt den Schülerwettbewerb der Holzbau-Innung "Blick in die Zukunft". Mit ihrer Idee vom Holzbau der Zukunft überzeugten die Jugendlichen die prominente Jury am 13. Juni in Graz. Die Pucher Schüler präsentierten ein sechseckiges Haus, bei dem die optimale Flächennutzung im Mittelpunkt steht. Gesucht waren kreative und innovative Ideen fürs Holz, die in Funktion und Ästhetik überzeugen und noch dazu handwerklich gut gemacht sind. 800 Euro fließen als Preis von der Holzbau-Innung in die Klassenkassa.
"Wir sind jedes Jahr ehrlich überrascht, wie hervorragend die Schüler ans Werk gehen. Da stimmt sowohl die Idee, der Plan und dann auch die Umsetzung", so freut sich Innungsmeister Oskar Beer über den "Holzbau-Nachwuchs". Der Schülerwettbewerb "Blick in die Zukunft" fand heuer das dritte Mal in der ganzen Steiermark statt. Eingeladen waren 3. und 4. Klassen der Hauptschulen oder Polytechnischen Schulen. Gemeinsam mit den Lehrern für Werkerziehung entstanden die Holzkunstwerke aus einem vorgegeben Holz-Material-Paket.
Weitere Informationen: http://www.blickindiezukunft.at

Hattrick der HS Puch bei Weiz

Großes Aufsehen errangen am 13. Juni im ORF-Zentrum in Graz die Schüler aus den beiden vierten Klassen Hannes Prettenhofer, Christian Kelz, Dominik Kundegraber, Andreas Kremsl, Manuel Schloffer und Martin Schweighofer mit der Präsentation ihres Holzobjekts „das Sechseck-Sonnenhaus“. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Architekten und Vertretern aus der Wirtschaft und der Politik belohnte die Kreativität, die fachgerechte Ausführung und wohl auch die überaus gelungene Präsentation mit dem ersten Preis. Insgesamt 1.050,- € sind nun vom betreuenden Lehrer dieses Projektes Johann Schellnegger als Preisgeld auf die sechs „Holzbaumeister der Steiermark“ aufzuteilen.

Die Präsentation des „Sechseck-Sonnenhauses“:
Als Kontrast dazu suchten wir im Internet auch Behausungen verschiedener Urvölker aus Afrika, Asien, Amerika und Europa.
Beim Vergleich mit den modernen Holzbauten fiel uns auf, dass die heute vorherrschende Quaderform der Häuser bei den Urvölkern selten zu finden ist.
Die ersten Hausformen waren meist rund: z.B. Lehmhäuser in Europa und Afrika, das Indianerzelt, der Iglu der Eskimos, Beduinenzelt, usw.
Wir sind es gewohnt in Quadern zu arbeiten und zu wohnen, doch jeder von uns genießt es zwischendurch Räume aufzusuchen, die keine Quader sind. Zum Beispiel: einen Zirkus, eine Sportarena, ein Theater, die Oper, einen Konzertsaal, eine Kirche oder ein Kino.
Besonders angetan waren wir von der Jurte der Mongolen: sie ist ein rundes Haus, das aus einer einfachen, aber genialen Holzkonstruktion besteht und in einer Stunde auf- und abgebaut werden kann.
Weil wir von dieser mongolischen Jurte so begeistert waren, bildete sie auch die Grundidee für unser modernes Holzhaus.
Nach dem Sprichwort: „Sag mir, was du isst – und ich weiß wer du bist!“ könnte man auch sagen: „Zeig mir dein Haus – und ich kenne mich aus!“
Deshalb haben wir uns grundsätzlich überlegt, für wen wir unser Haus bauen wollen.
Die Sternkreiszeichen weisen uns darauf hin, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind.
Wir haben zu diesen Sternkreiszeichen zusätzlich neue Zeichen gefunden, die wir als HAUSKREISZEICHEN bezeichnen:
Der Stadtmensch – der Steildachmensch – der Pultdachmensch – der Quader-Flachdachmensch und der Sechseck-Sonnenmensch
Der Stadtmensch: Der Stadtmensch kennt die Vorzüge der Stadt und nützt diese auch voll aus. Das eigene Haus ist ihm nicht so wichtig, weil die ganze Stadt sein Haus ist.
Der Steildachmensch: Der Steildachmensch ist naturverbunden und traditionsbewusst.
Er schätzt das Altbewährte und meidet das Neue, Unsichere. Er ist nicht besonders risikofreudig.
Der Pultdachmensch: Der Pultdachmensch ist ein moderner Mensch und ein kühler Rechner. Er ist für Neues so weit aufgeschlossen, so weit es ihm sichtbare Vorteile bringt.
Der Quader-Flachdachmensch: Der Quaderflachdachmensch ist modern und aufgeschlossen. Er ist für alles Neue zu haben und scheut dabei auch kein Risiko.
Der Sechseck-Sonnenmensch: Der Sechseck-Sonnenmensch schätzt vor allem viel Licht und die Veränderung seiner Wohnumgebung. Er ist im Wesen dem Quader-Flachdachmenschen ähnlich, hat aber mehr Phantasie.

Das Zusammenleben unterschiedlicher Hauskreiszeichen gelingt nur selten.
Dass sich aber gleich mehrere verschiedene Hauskreismenschen auf einem Grundstück treffen – das ist jedoch eine Besonderheit in oststeirischer Gemeinden.
Unser Sechseck-Sonnenhaus:
Ein Sträfling in seiner Gefängniszelle hat einen Traum: „Wie könnte ich aus meiner Gefängniszelle eine Wohlfühlzelle machen?“
Die Winkelsumme hat sich von 360° auf 720° verdoppelt.
Die Wandlänge hat sich nur um 10% vergrößert.
Die Wohnfläche hat sich jedoch um 50% vergrößert.
Außerdem: Wohlfühlzellen lassen sich ohne Raumverlust aneinanderfügen – die Bienen haben das schon immer gewusst – sie könnten auch unser Vorbild im Wohnbau sein.
An Stelle des üblichen dunklen Vorraumes ist das Zentrum unseres Hauses ein 6-eckiger hoher Sonnenraum mit Glaskuppel, von dem aus sich das Sonnenlicht zu jeder Tageszeit in alle übrigen Räume fortpflanzt. In der Nacht kann man noch dazu in den Sternenhimmel schauen.
Unser Haus ist ein reiner Skelettbau. Das Flachdach ruht auf insgesamt 19 Holz- und Betonsäulen.
Die Grundfläche unseres Hauses ist ein Sechseck, das sich wiederum aus insgesamt 16 Sechsecken zusammensetzt, die aber auch jede andere Flächeneinteilung erlauben.
In unserem Haus gibt es aufgrund des Skelettbaus keine tragende Wand, jede Wand könnte deshalb verschoben oder weggelassen werden.
Oft schon nach einigen Jahren ist die Raumeinteilung wegen Veränderungen in der Familie nicht mehr ideal. Unser Haus hat nur im Zentrum und im hinteren Teil wegen der Wasserleitungs- und Abflussrohre fixe Wände und sonst keine Raumeinteilung auf Lebenszeit!
Alle übrigen Räume bilden einen geschlossen Wohnraum, der mit unserer Erfindung den mobilen Wandmodulen jederzeit ohne Stemmarbeiten und Schmutz beliebig unterteilt werden kann.
Unser Wandmodul besteht aus einer 2,5m hohen Holzsäule - zeigen – an der Oberseite befindet sich wie bei einem Wagenheber ein drehbares Metallgewinde mit einer beweglichen Metallplatte – damit wird die Holzsäule zwischen Boden und Decke eingespannt (aus diesem Grund hat unser Haus überall die gleiche Raumhöhe, einen festen Boden und eine feste Holzdecke).
An die Holzsäule schließen genormte Wandmodule an
In der Vogelperspektive schaut das so aus.
Der Winkel der Wandmodule zueinander kann 90° bis 270° betragen.
An der Oberseite eines jeden Wandmoduls befindet sich ein Hohlraum, in dem die notwendigen Stromleitungen verlegt werden. Dieser Hohlraum wird dann mit Dämmfilz und Abdeckleisten verschlossen. Die letzte Lücke der Holzwand wird mit einem Ausgleichselement nach Maß geschlossen.
In unserem Haus ist jeder Punkt ohne lange Leiter erreichbar. Dadurch wird auch jeder Punkt des Hauses zum Wohnraum.
Ein gemütlicher Holzsteg erschließt einen riesigen Erholungsraum - die gesamte Dachfläche.
Das Geländer der Dachfläche wird zur Energiegewinnen – Solarzellen oder Sonnenkollektoren – genützt und ist gleichzeitig Sichtschutz.

„Zeig mir dein Haus und ich kenne mich aus!“
„Wir kennen uns aus und zeigen auch dir gern unser Haus!“

 

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